Tatort Wettingen am 9. Dezember
16. Dezember 2023 – Wie immer im Dezember führte Die Mitte Wettingen einmal mehr zu brisanten Orten in der Gemeinde.
Der erste Tatort befand sich beim EW-Werkhof Fohrhölzli. Nicht das Gebäude, welches nunmehr seit 10 Jahren in Betrieb ist, sollte uns primär interessieren, sondern alles rund ums Thema Strompreise und Stromhabdel. Wir alle haben es am eigenen Portemonnaie gespürt – die Strompreise sind in den vergangenen Jahren markant gestiegen. Louis Lutz, seit kurzem neuer Geschäftsführer des EW, machte uns zu diesem komplexen Thema spannende Ausführungen. Vielen waren die Abläufe und die verschiedenen Abhängigkeiten im Strommarkt nicht bekannt. Nur ein geringer Teil der Stromkosten kann das EW mit einer umsichtigen Einkaufspolitik beeinflussen, die restlichen Kosten sind reglementiert und unterliegen der Gesetzgebung. Das EW versucht das Risiko von hohen Strompreisen abzufedern, indem die benötigte Menge in Tranchen zu verschiedenen Zeitpunkten eingekauft wird. Die Preise sind aber trotz allem den Marktschwankungen unterworfen. Ebenfalls ein Thema, das viele Eigenheim- und Stockwerkbesitzer beschäftigt, ist das Betreiben einer eigenen PV-Anlage. Der Verbrauch von selbst produziertem Solarstrom und die Einspeisevergütung konnte Louis Lutz bildlich und für alle verständlich erläutern. Anhand der PV-Anlage auf dem Dach des Werkhofes, welche Strom für 25 Haushalte produziert, konnten sich die Teilnehmenden ein Bild machen. Der Abschluss bildete ein kurzer Rundgang durch den Werkhof.
Der zweite Tatort befand sich unweit des EW – die neue Trotte von Christian Steimer. Im September wurde sie eingeweiht und der erste Jahrgang lagert nun in den Tanks. Für die Familie Steimer bedeutet die neue Trotte ein Quantensprung im Vergleich zu den beengten Platzverhältnissen am Lindenplatz und der Roten Trotte. Christian Steimer, ein junger Winzer, der bereits viele Preise gewinnen konnte, erläuterte die lange Entstehungsgeschichte des Gebäudes. Bereits 2016 wurden erste Pläne geschmiedet. Der Durchhaltewille hat sich in diesem langen Prozess ausbezahlt. Die Trotte bietet noch Platzreserven und bedeutet eine zukunftssichernde Investition für den Weinbaubetrieb. Als Abschluss der Veranstaltung durften die über 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine Weinverköstigung mit feinem Speckzopf geniessen. Bei spannenden Gesprächen und einem guten Tropfen ist der Tatort ausgeklungen. Wir freuen uns bereits auf die Ausgabe 2024!
