Fraktionsbericht Einwohnerratssitzung 15. Mai
11. Mai 2025 – Rechenschaftsbericht, Rechnung 2024, Kreditabrechnung und Kreditantrag.
Wie viele Bäume gibt es in unserer Gemeinde? Wie viel Prozent des Wettinger Stroms stammt aus Photovoltaik-Anlagen? Wie viel Geld erwirtschaften unsere Parkuhren?
Diese und viele weitere Fragen beantwortet der Rechenschaftsbericht 2024. Er lässt sich lesen wie ein «Gemeindelexikon» und gibt umfassend Auskunft über die Tätigkeiten der Gemeinde im vergangenen Jahr. Es lohnt sich für alle Einwohnerinnen und Einwohner, den Bericht zu lesen. Aus dem Rechenschaftsbericht lässt sich zudem ableiten, in welchen Bereichen Politik und Bevölkerung nach Lösungen suchen muss.
Die Rechnung 2024 schliesst mit einem Defizit von 3,46 Millionen Franken. Die markante Abweichung vom Budget ist vor allem auf tiefere Steuereinnahmen, höhere Pflegefinanzierungskosten, höhere Schulgelder für Berufsschulen, höhere Unterhaltskosten für Liegenschaften und höhere Zinsen zurückzuführen. Viele dieser Faktoren lassen sich nicht direkt beeinflussen. Die Rechnung 2024 wird von uns einstimmig genehmigt. Jedoch stehen wir weiterhin vor den Aufgaben, die Gemeindefinanzen ins Lot zu bringen und Schulden abzubauen. Anstehende Ausgaben wird Die Mitte-Fraktion kritisch prüfen und wir werden uns weiterhin dafür einsetzen, dass die nächste Generation dereinst nicht vor einem unüberwindbaren Schuldenberg steht.
Mit der Genossenschaft «Lägern Wohnen», die auf dem Chlosterbrüel-Areal 380 neue Wohnungen baut, wurde vereinbart, dass die Überbauung auch einen Kindergarten beinhaltet muss. Der Rohbau geht zu Lasten der Genossenschaft, den Innenausbau bezahlt die Gemeinde. Die Zusammenarbeit spart Kosten und die Gemeinde muss kein eigenes Land zur Verfügung stellen.
Auch die Abrechnung, welche 23.7% unter dem Kredit abschliesst, für die Strassensanierung der Etzel-, Eiger-, Bernina-, Lägern- und Säntisstrasse wird von der Mitte-Fraktion einstimmig genehmigt. Hier wurde nicht nur ein Kreisel erstellt, sondern auch die Werkleitungen ersetzt und der Strassenraum neu gestaltet sowie Bäume gepflanzt.
Das Postulat betreffend Deutschförderung vor dem Kindergarten nimmt ein wichtiges Anliegen auf. Wir tun gut daran, uns mit diesem Thema zu befassen, auch wenn die konkrete Umsetzung von kantonalen Vorgaben abhängt, die zur Zeit noch nicht vorliegen.
