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Enttäuschung über den negativen Hitachi-Entscheid

13. Juni 2026 – Konsternation über das Verhalten der Nachbargemeinden.

Der Entscheid von Hitachi, den Standort nicht in Wettingen zu realisieren, ist für Die Mitte Wettingen eine grosse Enttäuschung. Das Projekt hätte grosse Chancen auf Arbeitsplätze, Wertschöpfung und die langfristige Entwicklung unserer Region geboten.

Von Beginn an war klar, dass Zeit für Hitachi ein entscheidender Faktor sein würde. Kanton, Gemeinde und alle beteiligten Stellen haben deshalb in bemerkenswert kurzer Zeit hervorragende Arbeit geleistet. Dafür verdienen sie grossen Respekt und Anerkennung. Die Mitte bedankt sich für diesen Einsatz.

Ebenso gilt es festzuhalten, dass die früh angekündigten Einsprachen und die Aussicht auf langjährige Rechtsverfahren erhebliche Unsicherheiten geschaffen haben. Insbesondere Würenlos und Neuenhof machten früh deutlich, dass sie den Rechtsweg ausschöpfen würden. Für ein Unternehmen mit ambitioniertem Zeitplan stellte dies ein erhebliches Risiko dar. Es ist anzunehmen, dass genau diese Unsicherheit beim Standortentscheid eine wesentliche Rolle gespielt hat.

Wer von regionaler Zusammenarbeit spricht, sollte nicht ausblenden, dass dieser Widerstand der Einsprachegemeinden wohl entscheidend zum Scheitern des Projekts beigetragen hat. Während Wettingen und der Kanton bereit waren, Verantwortung zu übernehmen und Chancen für die gesamte Region zu schaffen, standen andernorts Verhinderung und Verzögerung im Vordergrund. Die Folgen trägt nicht nur Wettingen, sondern der gesamte Wirtschaftsraum und letztlich die Steuerzahlenden im Kanton Aargau.

Trotz des negativen Entscheids hat der Prozess ein wichtiges positives Signal ausgesendet: Wettingen ist offen für Unternehmen, Innovation und zukunftsorientierte Arbeitsplätze. Gemeinsam mit dem Kanton hat die Gemeinde gezeigt, dass Firmen willkommen sind und Politik sowie Verwaltung bereit sind, neue Investitionen zu ermöglichen. Dieses Signal stärkt Wettingen weit über den konkreten Fall hinaus als attraktiven Wirtschaftsstandort.

Vor diesem Hintergrund werden auch bestehende Formen der regionalen Zusammenarbeit neu zu beurteilen sein. Wer gemeinsame wirtschaftliche Interessen vertritt, muss sich fragen lassen, ob die Haltung einzelner Gemeinden noch mit dem Anspruch vereinbar ist, die wirtschaftliche Entwicklung der Region gemeinsam voranzutreiben.

Konstruktive Zusammenarbeit bleibt für Die Mitte ein wichtiges Ziel. Sie setzt jedoch gegenseitigen Respekt, Verlässlichkeit und die Bereitschaft voraus, Chancen für die gesamte Region höher zu gewichten als lokale Verhinderungspolitik.

Nun gilt es, den Blick nach vorne zu richten. Wettingen verfügt weiterhin über hervorragende Standortqualitäten und attraktive Entwicklungsperspektiven. Die Mitte Wettingen wird sich auch künftig dafür einsetzen, dass unsere Gemeinde Chancen für neue Unternehmen nutzt, Arbeitsplätze schafft und ihre wirtschaftliche Stärke nachhaltig ausbaut.

Vorstand  Die Mitte Wettingen